{"id":1326,"date":"1987-01-18T17:43:45","date_gmt":"1987-01-18T17:43:45","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/lqmusic-wp\/unkategorisiert\/aristas-latin-quarter-biography\/"},"modified":"2024-10-19T01:15:26","modified_gmt":"2024-10-19T00:15:26","slug":"aristas-latin-quarter-biographie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.latinquartermusic.com\/de\/neu\/artikel\/aristas-latin-quarter-biographie\/","title":{"rendered":"Arista&#8217;s Latin Quarter Biographie"},"content":{"rendered":"\n<p>Wie mischt man Pop und Politik, ohne wie ein B\u00fcndel singende Flugbl\u00e4tter zu klingen? Irgendwie fanden Latin Quarter diese Zauberformel &#8211; die perfekte Mischung aus Dance und Einstellung. Und kein Slogan in Sicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Es war die reine 18-kar\u00e4tige Qualit\u00e4t von Latin Quarter&#8217;s Musik, welcher zuerst die Aufmerksamkeit und allgemeine Begeisterung, der normalerweise launischen Musikpresse, geschenkt wurde. Die Erkenntnis der Kritiker, dass hier eine Band war, die etwas sehr spezielles anbietet, verbreitete sich schon bald zu DJ&#8217;s und Plattenk\u00e4ufern. Die Chartplatzierung ihrer Single &#8218;Radio Africa&#8216; und die schwungvollen Verk\u00e4ufe des Albums &#8218;Modern Times&#8216; beweisen, dass Latin Quarter&#8217;s \u00dcbergang vom unbekannten Neuling zum festen Begriff ein glatter und m\u00fcheloser sein wird. Und dies, obwohl sie in keines der alten Rock-Biz Klischees passen.<\/p>\n\n\n\n<p>Latin Quarter&#8217;s Presseprofil ist m\u00f6glicherweise ein PR-Alptraum, weil &#8211; ganz einfach &#8211; keine der alten Bezeichnungen auf sie zutrifft. Latin Quarter sind eine aus sieben Personen &#8211; Schwarze\/Wei\u00dfe, M\u00e4nner\/Frauen &#8211; bestehende Popband, z\u00e4hlt man den Texter Mike Jones als ihr achtes Mitglied nicht mit &#8211; welches Latin Quarter aber tun.<\/p>\n\n\n\n<p>Latin Quarter&#8217;s Musik wurde unterschiedlich beschrieben: leicht anzuh\u00f6ren \/ politische Kommentare \/ Synth \/ Soul \/ Funk \/ Regga \/ Rock \/ Pop. Alle diese Beschreibungen sind in gewisser Hinsicht zutreffend, aber auch ziemlich verwirrend und beschreiben kaum den Sound von Latin Quarter &#8211; diese einzigartige und verf\u00fchrerische Mischung aus hypnotischen Melodien, nachdenklichen Texten und leidenschaftlichem Gesang.<\/p>\n\n\n\n<p>Latin Quarter sind auch Pop-Einzelg\u00e4nger in einem weiteren Sinn: sie passen nicht in die gegenw\u00e4rtige Vorliebe der Industrie f\u00fcr Designer-Schaum-Pop. Diese Band hat etwas zu sagen. Die politisch scharfsinnigen Texte von Mike Jones, voller Integrit\u00e4t und Humor, nahmen von Anfang an die Rockkritiker gefangen &#8211; obwohl viele von ihnen das Material der Band f\u00fcr zu stilvoll und zu bissig f\u00fcr die plattenkaufende \u00d6ffentlichkeit hielten.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber mit dem Riesenhit &#8218;Radio Africa&#8216; genie\u00dfen Latin Quarter jetzt den ersten Vorgeschmack ihres kommerziellen Erfolgs, mit der Garantie, dass dem noch mehr folgt. Sie haben seit den fr\u00fchen Tagen der `Independent Record Label\u00b4<br>und den &#8218;ein Mann und ein Hund&#8216;-Gigs einen langen Weg zur\u00fcckgelegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Latin Quarter begannen 1982, als Ex-Drucker und Gr\u00fcndungsmitglied Steve Skaith Liverpool verlie\u00df und nach London ging, um Songs f\u00fcr den Musikverlag Chappells zu schreiben. Obwohl er unter anderem Erfolge mit Songs f\u00fcr Jimmy Ruffin erzielte, f\u00fchlte er sich k\u00fcnstlerisch frustriert &#8211; bis er begann die Texte seines alten Freundes aus Liverpool, dem Waliser Mike Jones, zu vertonen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kombination aus den verlockenden Melodien von Skaith und den sozial aufmerksamen Texten von Jones war musikalisch eine Alchimie und schon bald produzierten sie moderne Klassiker wie &#8218;Modern Times&#8216; (eine musikalische Rekonstruktion der von Senator Joe McCarthy veranla\u00dften Hexenjagden in Hollywood, in den 50er Jahren) &#8211; &#8218;Truth About John&#8216; (\u00fcber die parasit\u00e4re &#8222;Ich kenne John Lennon&#8220;- Memoiren Industrie) &#8211; &#8218;America for Beginners&#8216; (eine stechende Anklage der reaktion\u00e4ren, Paranoia ausl\u00f6senden USA von Ronald Reagan); und &#8211; nat\u00fcrlich &#8211; das brillante &#8218;Radio Africa&#8216;.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Rest kam einfach. Skaith begann Demob\u00e4nder ihrer Songs (aufgezeichnet in seinem Schlafzimmer) an Plattenfirmen zu schicken und gleichzeitig Latin Quarter aus einzigartig talentierten Personen zusammenzustellen. Zwangsl\u00e4ufig gab es aber auch personelle Ver\u00e4nderungen seit der Gr\u00fcndung der Band im Jahre 1983, aber in ihrer gegenw\u00e4rtigen Form bilden Latin Quarter eine best\u00e4ndige und solide Mannschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Erste, der sich dem S\u00e4nger und Gitarristen Steve Skaith 1983 anschlo\u00df, war der Lead-Gitarrist Richard Wright. Er ist ausgebildeter Musiker und Ex-Mitglied der Band INVERSIONS, einer Band der Jazz\/Funk Szene. Vom Girl-Trio SOFT TOUCH &#8218;borgte&#8216; man sich die S\u00e4ngerinnen Carol Douet und Yona Dunsford, um der Band bei den ersten Liveauftritten im Januar 1984 gesanglich &#8218;auszuhelfen&#8216;. Beide kehrten aber nie zu ihrer alten Gruppe zur\u00fcck. Nun teilen sich Yona, die auch Keyboards spielt, und Percussionistin Carol den Lead-Gesang mit Steve und sind &#8211; jeweils &#8211; die gef\u00fchlvollen S\u00e4ngerinnen von &#8218;New Millionaires&#8216; und &#8218;No Rope As Long As Time&#8216;. Der Bassist Greg Harewood trat der Band als n\u00e4chster bei. Die relativen Neulinge Martin Lascelles (Keyboards) und Dave Charles (Drums) sind die j\u00fcngste Verst\u00e4rkung der Band, aber nicht weniger Bestandteil des Latin Quarter Sounds.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach den ersten Auftritten der Band, 1984 in London, nahm Ex-Police Produzent Nigel Gray zwei Latin Quarter-Songs auf seine eigenen Kosten auf und die Band ver\u00f6ffentlichte &#8218;Radio Africa&#8216; bei seinem Independent Record Label, Ignition. Sehr beeindruckt von dieser Single, nahm das neu gegr\u00fcndete, gr\u00f6\u00dfere Label &#8218;Rockin&#8216; Horse die Band unter Vertrag und sie ver\u00f6ffentlichten das Album &#8218;Modern Times&#8216;, sowie auch einige Singles der LP. Keine der Singles wurde zu dieser Zeit ein gro\u00dfer Verkaufserfolg, dennoch hinterlie\u00dfen sie einen h\u00f6chst positiven Eindruck bei denen, die sie h\u00f6rten. Durch die Fusion von Rockin&#8216; Horse und Arista, erhalten Latin Quarter die zus\u00e4tzliche Aufmerksamkeit und liebevolle Betreuung, die jede ernstzunehmende und sich entwickelnde Band &#8211; in dieser alles entscheidenden Phase ihrer Karriere &#8211; ben\u00f6tigt. Von nun an beginnen sie auch Platten zu verkaufen. Der Erfolg von &#8218;Radio Africa&#8216; in Gro\u00dfbritannien, spiegelte sich \u00fcberall in Europa wider. Allein in Deutschland verkaufte sich ihr Album bereits \u00fcber 100.000 mal.<\/p>\n\n\n\n<p>Da sich eine Band in erster Linie gr\u00fcndet um etwas aufzunehmen, waren Latin Quarter anf\u00e4nglich schwach bei ihren Live-Auftritten, aber durch konstante und regelm\u00e4\u00dfige Auftritte vor zunehmend dankbaren Publikum, entwickelten sie sich zu einem der aufregendsten Live-Acts \u00fcberhaupt. Einer sehr langen &#8218;Club-und-College&#8216; Tour durch Gro\u00dfbritannien letztes Jahr, folgte eine Europa-Tour, bei der sie in Frankreich, den Niederlanden, Italien, Belgien und Deutschland vor ausverkauftem Haus spielten. Dies gab ihnen das Vertrauen und die B\u00fchnenpr\u00e4senz f\u00fcr ihre derzeitige Gro\u00dfbritannien-Tour, bei der sich das britische Publikum auf eine Band h\u00f6chsten Kalibers freuen kann. Jedes einzelne Bandmitglied ist dem phantastischen, neuen Material von Skaith und Jones ebenb\u00fcrtig. Dieses beinhaltet das G\u00e4nsehaut verursachende &#8218;The Men Below&#8216; (das perfekt an die Schufterei der Bergleute Untertage erinnert), &#8218;Burn Again&#8216; (eine leidenschaftliche Verurteilung der Einmischung der USA in Mittelamerika), sowie auch &#8218;Freight Elevator&#8216; (ein bewegender Song, der die rassistischen Dem\u00fctigungen der Blues-S\u00e4ngerin Billie Holiday schildert) und &#8218;Donovan&#8217;s Doorway&#8216; (zeigt ein gespenstisches, melancholisches Bild von Liverpool, einer bedeutenden Stadt im Verfall).<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist ein Musikbusiness Klischee, das gesellschaftskritische Hits ein Widerspruch in sich selbst sind, aber Latin Quarter beweisen, dass das nicht stimmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Da sich die westliche Welt st\u00e4ndig nach rechts bewegt und junge Leute zunehmend anfangen den Status Quo in Frage zu stellen, genau so wie sie es in den 60er Jahren taten, steigt der Wunsch des Publikums nach ein bi\u00dfchen mehr Substanz in der Popmusik. Latin Quarter liefern das, mit ihren scharfsinnigen und mitf\u00fchlenden Texten, gro\u00dfartigen Melodien, feinf\u00fchligen Harmonien und dieser ganz wichtigen Spur von Zorn.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist Dance-Musik mit einer Einstellung.<\/p>\n\n\n\n<p>Latin Quarter sind die Gestalt von den Dingen, die noch kommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie mischt man Pop und Politik, ohne wie ein B\u00fcndel singende Flugbl\u00e4tter zu klingen? Irgendwie fanden Latin Quarter diese Zauberformel &#8211; die perfekte Mischung aus Dance und Einstellung. Und kein Slogan in Sicht. Es war die reine 18-kar\u00e4tige Qualit\u00e4t von Latin Quarter&#8217;s Musik, welcher zuerst die Aufmerksamkeit und allgemeine Begeisterung, der normalerweise launischen Musikpresse, geschenkt [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1966,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_swt_meta_header_display":false,"_swt_meta_footer_display":false,"_swt_meta_site_title_display":false,"_swt_meta_sticky_header":false,"_swt_meta_transparent_header":false,"footnotes":""},"categories":[16],"tags":[],"class_list":["post-1326","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-artikel"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.latinquartermusic.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1326","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.latinquartermusic.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.latinquartermusic.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.latinquartermusic.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.latinquartermusic.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1326"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.latinquartermusic.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1326\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11656,"href":"https:\/\/www.latinquartermusic.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1326\/revisions\/11656"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.latinquartermusic.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1966"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.latinquartermusic.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1326"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.latinquartermusic.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1326"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.latinquartermusic.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1326"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}