{"id":1322,"date":"1992-12-01T17:50:10","date_gmt":"1992-12-01T17:50:10","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/lqmusic-wp\/unkategorisiert\/the-latin-quarter-story\/"},"modified":"2021-08-29T22:36:17","modified_gmt":"2021-08-29T21:36:17","slug":"die-latin-quarter-story","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.latinquartermusic.com\/de\/neu\/artikel\/die-latin-quarter-story\/","title":{"rendered":"Die Latin Quarter Story"},"content":{"rendered":"<p>von Peter Seeger<\/p>\n<p>Unter dem Namen LATIN QUARTER schaffte 1985 eine junge englische Band den Durchbruch, die &#8211; zumindest musikalisch &#8211; gegen den Strom schwamm (so auch der Titel einer sp\u00e4teren LP). Eine Mischung aus Latin, Reggae und Rock vorgetragen von ausschlie\u00dflich erstklassigen Musikern ergab eine Sound der zu dieser Zeit einmalig und faszinierend zugleich war, und nie den Verdacht aufkommen lie\u00df, \u201eda\u00df man es mit allen Mitteln versucht&#8220;.<\/p>\n<p>Au\u00dfergew\u00f6hnlich war auch, da\u00df die Gruppe mit Carol Douet, Yona Dunsford und Steve Skaith drei absolut gleichwertige Solos\u00e4nger besa\u00df. Weiterhin geh\u00f6rten der ersten Besetzung Greg Harewood (Bass), Steve Jeffries (Keyboards), Richard Stevens (Drums) und Richard Wright (Gitarre) an. Alle Texte schrieb Mike Jones, den die Gruppe als &#8222;Bandmitglied&#8220; bezeichnete, obwohl er im Hintergrund blieb. Steve Skaith zeichnete als Komponist f\u00fcr nahezu alle Songs verantwortlich.<\/p>\n<p>Der damals \u00fcber 30-j\u00e4hrige Steve Skaith hielt die F\u00e4den in der Hand. Er und Lyriker Mike Jones waren die Macher und boten eine Qualit\u00e4t, die nur in der Popmuik der sechziger Jahre zu finden war. Deshalb kann man sie ohne Weiteres als &#8222;Children of the Sixties&#8220; bezeichnen. Gegen den Strom schwamm die Gruppe deshalb, weil Jones es wagte ausschlie\u00dflich ernste, ja oft sehr deprimierende Themen textlich zu verarbeiten: Apartheit, Krieg, Tierqu\u00e4lerei, Machtmi\u00dfbrauch und Einsamkeit wurden in den Songs angesprochen. Mandela, die Sandinisten und die diskriminierende Behandlung der schwarzen Blues-Sangerin Billie Holiday (&#8222;The Freight Elevator&#8220;) wurden wiederholt glaubw\u00fcrdig einbezogen.<\/p>\n<p>Angefangen haben sie 1984 auf dem kleinen &#8222;Ignition&#8220; &#8211; Label mit der Single &#8222;Radio Africa&#8220;\/ &#8222;Eddie&#8220;. Gleich mit der ersten Ver\u00f6ffentlichung machte Mike Jones klar was seine Botschaft war. Aber seine Texte waren kompliziert und so entschlo\u00df sich die sp\u00e4tere Plattenfirma Rockin&#8216; Horse-Records zu den Texten auch Textkommentare in Deutsch der jeweiligen LP beizulegen. Eine sehr lohnende Angelegenheit. Der erste Titel &#8222;Radio Africa&#8220; wies sogleich auf die Schwierigkeiten in S\u00fcdafrika hin: &#8222;Nur schlechte Nachrichten in Radio Africa. In S\u00fcdafrica regiert immer noch das Monster Apartheid. Die L\u00e4nder im Western beklagen sich \u00fcber die Entwicklungshilfe. Beim Handel mit den Industrienationen werden sie benachteilgt: Sie tauschen billige Rohstoffe gegen teure Fertigprodukte. Beim Krieg im Ogaden 1977\/1978 unterst\u00fctze Moskau zun\u00e4chst die sozialistische Regierung von Somalia, lieferte aber dann Waffen an die \u00e4thiopische Diktatur.&#8220; (Auszug aus der Texterl\u00e4uterung zu &#8222;Radio Africa&#8220;).<\/p>\n<p>Beim B-Seiten-Titel &#8222;Eddie&#8220; beschreibt Jones Perversit\u00e4t und Folgen des Krieges: &#8222;Zwischen den Waggons eines vorbeifahrenden Zuges sehe ich, wie das Wasser des Sees sich kr\u00e4uselt. Bei mir zu Hause sitzt Eddie, er ist verr\u00fcckt geworden. In der Ferne h\u00f6rte er das Meeresrauschen. Es klang wie das Knistern beim CB-Funk. Eddie hatte einen Knacks bekommen, und als sie ihn gefunden hatten, machten sie ihn v\u00f6llig kaputt. Jetzt ist er in Gedanken immer noch auf dem Schlachtfeld von Goose Green und wartel bis sp\u00e4t in die Nacht, da\u00df die Hubschrauber ihn abholen. &#8222;Freuet Euch!&#8220; sagte Magaret Thatcher, als die Nachricht vom Sieg auf den Falklands kam. Bei der R\u00fcckkehr der Soldaten wimmelt es im Hafen vor Zeitungsleuten. Kleine Boote schaukeln auf und ab, wie 1940 vor D\u00fcnkirchen, als die geschlagene britische Armee von einer riesigen Menge von Zivilschiffen aufgelesen und gerettet wurde. Mit dem Zug geht&#8217;s weither zum gro\u00dfen Empfang, und einer ruft: &#8222;Gut gemacht, Eddie!&#8220; Wir k\u00f6nnten auf dem Rummelplatz am See endlos Riesenrad fahren, wir w\u00fc\u00dften immer noch nicht was Eddie f\u00fchlt!&#8220; (Text-Kommentar zu &#8222;Eddie&#8220;). Mit solchen Texten kann man doch auf dem Pop-Musik-Sektor keinen Erfolg haben, sollte man unweigerlich denken. Eben doch! Latin Quarter bewiesen, da\u00df anspruchsvolle, aktuelle Themen eingebunden in ideenreiche, eing\u00e4ngige, teils zarte Melodien ihren Weg zum Publikum finden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die englische Plattenfirma Rockin&#8216; House-Records erkannte dies und gab 1985 der Gruppe die Chance ihre Botschaften einem breiten Publikum kundzutun. Die erste LP &#8222;Modern Times&#8220; steht bis heute als Beispiel f\u00fcr eine LP ohne schwachen Punkt. Neben den geringf\u00fcgig ge\u00e4nderten Versionen von &#8222;Radio Africa&#8220; und &#8222;Eddie&#8220; stachen neun weitere ausgezeichnete Songs hervor, von denen &#8222;Modern Times&#8220;, &#8222;No Rope As Long As Time&#8220;, &#8222;Truth About John&#8220; und &#8222;America For Beginners&#8220; die bekanntesten sind.<\/p>\n<h3>Live und weitere Plattenprojekte<\/h3>\n<p>Der Single-Erfolg von &#8222;Modern Times&#8220; bescherte der Band schnell eine feste Fan-Gemeinde in England und Deutschland. Ihr Aktionsfeld waren kleine bis mittlere Auditorien mit einem Fassungsverm\u00f6gen von ca. 1000 Leuten. Das Publikum bestand aus Jugendlichen bis Twens, die die Songs der Band umzusetzen wu\u00dften, muksm\u00e4uschenstill sein konnten w\u00e4hrend Songs wie &#8222;Cora&#8220; oder &#8222;Eddie&#8220; leise vorgetragen wurden, aber auch begeistert mitgingen, wenn Songs wie &#8222;Modern Times&#8220; oder &#8222;Truth About John&#8220; f\u00fcr Stimmung sorgten.<\/p>\n<p>Latin Quarter auf der B\u00fchne war ein Live-Ereignes erster G\u00fcte. Der gestandene Steve Skaith f\u00fchrte durch das Programm, war ein sicherer und sympathischer Performer. Kollegial wechselten sich die Gesangssolisten ab. Die dunkelh\u00e4utige S\u00e4ngerin und Percussionistin Carol Douet pr\u00e4sentierte mit angenehm weicher, etwas tieferer Stimme Songs, die Mike Jones direkt auf sie zugeschnitten zu haben schien: &#8222;No Rope As Long As Time&#8220;, &#8222;The Freight Elevator&#8220; und &#8222;The Men Below&#8220; waren ihr Metier. Die junge Yona Dunsford spielte Keyboards und war f\u00fcr Songs wie &#8222;The Night&#8220;, &#8222;The New Millionaires&#8220;, &#8222;Burn Again&#8220;, &#8222;Cora&#8220; oder &#8222;I Together&#8220; verantwortlich. Bei Steve Skaith&#8216; Vortr\u00e4gen bildeten die Damen gleichzeitig den Chor. Das alles erzeugte eine Kraft, ein Engagement und eine Glaubw\u00fcrdigkeit, die das Publikum zu Beifallsst\u00fcrmen bewegte. Stellenweise erhielt die Band Ovationen, die minutenlange Konzertunterbrechungen zur Folge hatten. Erst nachdem das Publikum seine Anerkennung voll ausgeklatscht hatte, konnte mit dem n\u00e4chsten Titel fortgefahren werden.<\/p>\n<p>Die anderen Musiker nahmen an den Gesangsparts nicht teil. Sie hatten an dem live Erfolg durch ihre gef\u00fchlvolle und ausgereifte Instrumentierung jedoch entscheidenden Anteil. Steve Skaith lie\u00df bei seinen Interpretationen leider allzu oft den Eindruck aufkommen, er w\u00fcrde sich zu sehr mit der Depression der Texte identifizieren. Mit seinem weinerlichen Gesang \u00fcberspannte er den Bogen dann doch ein wenig.<\/p>\n<p>Latin Quarter waren immer bestrebt, dem Publikum das Optimale f\u00fcr sein Geld anzubieten. Nahezu jede Single und jede Maxi-Single enthielten zus\u00e4tzliche Songs, die auf den LP&#8217;s nicht zu finden waren. Schon nach der zweiten LP hatten sie alleine als Zusatztracks so viele Songs ver\u00f6ffentlicht, da\u00df diese leicht f\u00fcr eine dritte LP gereicht h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Richtig war, da\u00df die Gruppe nach dem Erfolg der ersten LP zwei Jahre wartete bis sie die n\u00e4chste ver\u00f6ffentlichte. &#8222;Mick And Caroline&#8220; hie\u00df das Werk mit zehn erneut unwiderstehlich guten Songs: &#8222;Nomzamo&#8220; ist der zweite Vorname Winnie Mandelas, der Jones diesen Song widmet. In &#8222;The Men Below&#8220; erz\u00e4hlt Carol Douet die Geschichte der englischen Bergarbeiter, die verzweifelt und doch vergeblich versuchten, ihre Arbeitspl\u00e4tze zu erhalten. &#8222;Burn Again&#8220;, ein gro\u00dfartiger Song \u00fcber die Probleme Nicaraguas: &#8222;Mu\u00df Nicaragua wieder brennen, weil es den USA danach ist, wiedergeboren zu werden? Die USA spielen mit Mittelamerika, als w\u00e4re es ein Spielautomat.&#8220; Ein deprimierender Text, zweifellos geh\u00f6rt er zu Jones&#8216; besten Lyrics. Den Song singt Yona Dunsford. Auch mit der LP &#8222;Mick And Caroline&#8220; bietet die Gruppe herausragende Musik und Lyrics.<\/p>\n<p>Die Deutschlandtournee 1987, verbunden mit vielen Fernsehauftritten war ein weiterer H\u00f6hepunkt. 1989 brachte die dritte LP &#8222;Swimming Against The Stream&#8220; entscheidende Ver\u00e4nderungen f\u00fcr Latin Quarter. Keyboarder Martin Lascelles und S\u00e4ngerin Carol Douet liierten (Are you sure this is a word?! Never heard of it and it&#8217;s not in the Duden! But then, no word I look up because I don&#8217;t know the meaning ever is\u2026) sich und schieden aus der Band aus. Der Ausfall der S\u00e4ngerin war f\u00fcr die Gruppe nur schwer zu verkraften. Zwar war man klug genug keine Nachfolgerin zu verpflichten, doch Steve Skaith und Yona Dunsford konnten die auf Carol zugeschnitten Songs nicht mehr so \u00fcberzeugend interpretieren. Wichtige Songs wie &#8222;No Rope As Long As Time&#8220; lie\u00df man im Konzert ganz weg &#8211; auch richtig. Aber das Konzept wackelte.<\/p>\n<p>Die LP &#8222;Swimming Against The Stream&#8220; enthielt wieder die bew\u00e4hrten Lyrics von Mike Jones, der sich nun auch anderen Themen zuwandte, wenn auch das Thema Apartheid im Vordergrund blieb. Herausragend hier der Song &#8222;Slow Waltz For Chile&#8220;: &#8222;Ein Lied \u00fcber die Arbeit in Solidarit\u00e4tskampagnen f\u00fcr den Sozialismus unter Allende und gegen die Diktatur unter Pinochet in Chile.&#8220; (So die Erl\u00e4uterung zum Text auf der LP-Beilage).<\/p>\n<p>In &#8222;Dominion&#8220; legt Jones schonungslos die Verbrechen der Menschen an den Tieren offen. Der Song wurde auch als Titelmelodie des Dokumentarfilmes &#8222;Wir t\u00f6ten was wir lieben&#8220; verwendet. Peinlich geriet aber die deutsch gesungene Single-Version von &#8222;Dominion&#8220;, die man kaum verstehen konnte. So ist es Skaith nicht vorzuwerfen, da\u00df er die deutsche Sprache nicht beherrscht, nur h\u00e4tte er es besser unterlassen sollen eine solche Produktion aufzunehmen.<\/p>\n<p>&#8222;Swimming Against The Stream&#8220; zeigte trotz erneut guter Songs, da\u00df der Gruppe keine lange Existenz beschieden sein w\u00fcrde. Zu sehr dr\u00e4ngte sich nun Steve Skaith als S\u00e4nger in den Vordergrund. Die verbliebene S\u00e4ngerin Yoga Dunsford kam kaum noch zu Wort. Skaith wurde bei seinen Interpretationen immer depressiver und glaubte darin die hohe Kunst bieten zu m\u00fcssen. Das einst so erfolgreiche Latin Quarter-Konzept hatte sein Ende gefunden.<\/p>\n<p>Ende 1989 erf\u00fcllte die Band noch einige vertragliche Verpflichtungen, speziell f\u00fcr das Fernsehen und um noch die Singles &#8222;Dominion&#8220; und &#8222;I Together&#8220; zu promotion. Danach wurde die Aufl\u00f6sung bekanntgegeben. Steve Skaith und Yona Dunsford wollten zwei neue Gruppen gr\u00fcnden, Mike Jones wollte weiterhin f\u00fcr beide seine Lyrics schreiben.<\/p>\n<p>Im Oktober 1990 kam aber \u00fcberraschend noch eine LP mit dem Titel &#8222;Nothing Like Velvet&#8220; auf den Markt, die teils unver\u00f6ffentlichte Demosongs, teils Live Titel enthielt. Neben sehr sch\u00f6nen Songs wie &#8222;The Colour Scheme&#8220; und &#8222;The Big Pool&#8220; kamen auch unverst\u00e4ndlich schwache Live Versionen von &#8222;Snow Blind&#8220; und &#8222;See Him&#8220;, sowie unausgereifte Demos von &#8222;Nothing Like Velvet&#8220; oder &#8222;February 1990&#8220; auf die CD, die mit 20 Songs eine Spieldauer von 68 Minuten hatte und so die Schw\u00e4chen wieder wettmachte. Dem Coververmerk nach war die Band mit Ver\u00f6ffentlichung dieser Songs einverstanden. So sehr man sich \u00fcber das Angebot alternativer und unver\u00f6ffentlichter Titel freuen sollte, so darf aber auch nicht au\u00dfer acht gelassen werden, da\u00df nach drei gro\u00dfartigen LP&#8217;s die Schaffensperiode von Latin Quarter makellos gewesen w\u00e4re. Die vierte, vielleicht aus Vertragsgr\u00fcnden, ver\u00f6ffentlichte LP mindert den Gesamteindruck etwas.<\/p>\n<p>V\u00f6llig unvermittelt brachte BCM-Records im Herbst 1991 eine CD mit vier verschiedenen Radio Africa Versionen heraus. Gleichzeitig kam RCA ebenfalls mit einer 4-Track-CD auf der widerum drei Radio Africa Versionen und der bisher unver\u00f6ffentlichte Titel &#8222;Older&#8220; waren. Ein Zeichen f\u00fcr eine neue Latin Quarter \u00c4ra oder nur ein Griff in die Vorratskiste? Wer wies es!?!<\/p>\n<p>1991: Mandela ist frei, seine Frau etwas in Mi\u00dfkredit geraten &#8211; sollten damit Mike Jones und Latin Quarter ihre Pflicht erf\u00fcllt haben und ihr R\u00fcckzug von den Konzerts\u00e4len berechtigt sein? Gerade das ist nicht der Fall!<\/p>\n<p>Mit Latin Quarter wurden die ansonsten musikalisch eher ideenlosen 80er Jahre so eindrucksvoll bereichert, da\u00df es schwerf\u00e4llt auf sie zu verzichten. Mike Jones sollte noch genug Themen finden, die \u00d6ffentlichkeit weiterhin wachzur\u00fctteln. Apartheit und Ungerechtigkeit. Korruption und Machtgier werden weiterhin unendlich viel Schmerz bereiten. Jones und die S\u00e4nger und Musiker, die seine Lyrics verbreitet haben, leisteten einen wichtigen Anteil um die Menschen wenigstens zum Nachdenken anzuregen.<\/p>\n<h3>Die Diskografie<\/h3>\n<p>Der dritte und letzte Teil der Latin Quarter Story folgt im n\u00e4chsten GOOD TIMES. Obwohl die Band nur 4 LP&#8217;s ver\u00f6ffentlichte, brachte sie noch sehr viele Singles, Maxi-Singles und CD-Singles, die so viel erw\u00e4hnenswertes Material enthalten, da\u00df der dritte Teil ganz der Latin Quarter Diskografie gewidmet ist.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend ihrer 5-j\u00e4hrigen Existenz haben LATIN QUARTER ein reizvolles musikalisches Werk geschaffen. Alle LP&#8217;s sind auf Vinyl und Metall erh\u00e4ltlich. Interessant sind die Singles und Maxi-Singles durch ihre teilweise alternativen Versionen bzw. etlichen Songs, f\u00fcr die auf den LP&#8217;s kein Platz mehr war.<\/p>\n<p>Nebenbei wurden die Platten noch in geschmackvollen Covers und die LP&#8217;s mit deutschen Texterl\u00e4uterungen herausgegeben. Sind die LP&#8217;s noch leicht als CD&#8217;s erh\u00e4ltlich, so ist dies mit den Singles wesentlich schwerer. Au\u00dfer &#8222;Modern Times&#8220; waren die Singles keine ausgesprochenen Chart-Erfolge. Auf Plattenb\u00f6rsen d\u00fcrften die Singles und Maxis aber noch recht preisg\u00fcnstig zu erwerben sein. Ob sie sp\u00e4ter einmal zu Sammlerst\u00fccken, also zu teuren Rarit\u00e4ten werben, kann man heute noch nicht sagen. Eines ist aber sicher: Massenware werden sie nicht sein! Jedenfalls ist eine LATIN QUARTER Sammlung schon heute ein wichtiger Teil der Rockgeschichte der achtziger Jahre!<\/p>\n<p>In unserer folgenden Diskografie werden nur die Englischen Singles, sowie die Deutschen LP&#8217;s (Englische sind identisch) aufgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>\u00a9 GOOD TIMES, AUSGABE NR. 1, M\u00c4RZ 1992, AUSGABE NR. 2, JUNI 1992, AUSGABE NR. 4, DEZEMBER 1992<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Peter Seeger Unter dem Namen LATIN QUARTER schaffte 1985 eine junge englische Band den Durchbruch, die &#8211; zumindest musikalisch &#8211; gegen den Strom schwamm (so auch der Titel einer sp\u00e4teren LP). 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