Latin Quarter bei Rock für den Frieden 1987 DDR

Der Lyriker Mike Jones aus Wales schreibt lebensnahe, kritische Poesie. Er hat in Liverpool einen Freund, den Musiker Steve Skaith. Beide treffen sich in London und Mikes Gedichte regen Steve zur Komposition engagierter Songs an. Aber keine englische Gruppe will die neuen Lieder singen. Sie sind zu direkt und politisch. Ohne Verbrämung zeigen sie auf Mißstände in Großbritannien und vor allem in Chile, Nikaragua und Südafrika. 1983 suchen sie sich engagierte junge Musiker. Vorbedingung: Talent und Bewußtsein.

Mit sieben Mitgliedern unterschiedlichster Herkunft und Hautfarbe wird „Latin Quarter" gegründet. Erfolgreich auf Tour sind sie seit 1984. Sie hörten, in der DDR gibt es Rock- und Songfestivals für politische Lieder und für die internationale Solidarität. Sie meldeten sich zum Mittun - und „Rock für den Frieden 1987" gewann einen Höhepunkt besonderer Art. Die Fans mit dem Ohr am Radio kannten bereits „Modern Times", „The New Millionaires" und „Radio Africa". In Berlin war das volle Haus des „Palast der Republik" begeistert von 100 Minuten plus Zugabe von Steve Skaith (g, voc), - Richard Wright (g), - Greg Harewood (bg), - Carol Douet (voc, perc), - Yona Dunsford (voc, keyb), - Martin Lascelles (keyb), - Darren Abraham (dr). Elemente von Soul, Funk, Reggae und Synthi-Pop fließen zusammen zu einem besonderen Erlebnis in der Liferockszene.